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Photovoltaik-Anlage Jungfraujoch

Die Anlage Jungfraujoch ist seit dem 27.10.1993 in Betrieb und auch die Messdaten wurden seither lückenlos erfasst.

Der Solargenerator der netzgekoppelten PV-Anlage Jungfraujoch befindet sich an der Fassade der hochalpinen Forschungsstation Jungfraujoch.

Live-Cam

Technische Daten

Ort: Jungfraujoch; 3454 m.ü.M.
Inbetriebnahme: 27.10.1993
Module: Siemens M75 (24 Stück)
Feldleistung: 1 152 Wp (nominell)
Bruttofläche: 9.65 m2
Ausrichtung:
12°/27° West, 90° geneigt
Wechselrichter:

ASP TopClass 2500/4 Grid III (seit 16.07.96)
ASP TopClass 1800 (vom 29.10.93 bis 16.07.96)

Messgrössen:

  • Sonneneinstrahlung in beide Modulebenen (2 Pyranometer und 2 Referenzzellen)
  • Umgebungstemperatur und Modultemperatur
  • Gleichströme (Ströme der beiden Arrays werden seperat gemessen)
  • Gleichspannung
  • Eingespeiste Wechselstrom-Wirkleistung
  • Netzspannung

Bisheriges Betriebsverhalten

Die Anlage Jungfraujoch arbeitet seit ihrer Inbetriebnahme Ende Oktober 1993 störungsfrei mit einer Verfügbarkeit von Energieproduktion und Messdaten von 100%. Der vom Solargenerator erzeugte Gleichstrom wurde zunächst von einem Wechselrichter Top Class 1800 Grid in netzkonformen Wechselstrom umgewandelt. Im Juli 1996 wurde der Wechselrichter zur Steigerung des Energieertrags durch ein verbessertes Modell Top Class 2500/4 Grid III ersetzt. Aus dem gleichen Grund wurden im Juli 1996 auch die Strangdioden überbrückt. Die Anlage überstand erfolgreich viele Stürme mit Windgeschwindigkeiten bis über 250 km/h und heftige Gewitter mit Naheinschlägen, die in anderen Experimenten in der Forschungsstation Schäden verursachten. Die hohen thermischen und mechanischen Beanspruchungen durch starke und schnelle Temperaturänderungen (z.B. totale Temperaturdifferenz Tag-Nacht bis zu 70 ºC) konnten ihr ebenfalls nichts anhaben. Auch der Wechselrichter hatte dank der relativ guten Netzverhältnisse (grosse Trafos in der Nähe) und dank dem aufwendigen Überspannungsschutz keine nennenswerten Probleme und funktionierte ausser ganz wenigen durch Spannungsschwankungen verursachten Kurzabschaltungen in den über 69 Monaten seit Inbetriebnahme der Anlage einwandfrei. Als einziges betriebliches Problem der Anlage treten ab und zu temporäre Reif- und Schneebedeckungen des Solargenerators auf.

 

Rekord für spezifische Jahresenergieproduktion im Jahre 2005

Trotz eines eintägigen Stromausfalls am 23.8.2005 infolge Überschwemmungen im Tal wurden im Jahr 2005 1537 kWh/kWp produziert, wobei der Winterenergieanteil 48,5% betrug. Der bisherige Rekordwert von 1504 kWh/kW aus dem Jahre 1997 wurde damit deutlich übertroffen. Ohne den Stromausfall wären 2005 sogar 1540 kWh/kWp produziert worden.

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Hilfe

Tabelle der normierten Darstellung

Publikation zur normierten Darstellung

ausführliche Publikation zur normierten Darstellung (engl.)

Blockschaltbild einer PV-Anlage mit Feinmessung